Filmabend in Uelitzer Kirche – „Nurejew – The White Crow“ am 14. Oktober 2021

Die Filmreihe „Starke Stücke Berührt und diskutiert“ zeigt den Film über die Ballett-Legende Rudolf Nureje in der Kirche Uelitz bei Schwerin (PLZ 19077, Landkreis Ludwigslust-Parchim). Startzeit: 19 Uhr. Erzählt wird die Geschichte des russischen Ausnahmetänzers Rudolf Nurejew, der mitten im Kalten Krieg politisches Asyl im Westen beantragt. Moderiert wird die Veranstaltung von Roswitha Bley, Geschäftsführerin der Initiative WIR. Erfolg braucht Vielfalt und der Pastorin Kristin Gatscha.

Zum Film: Im Gegensatz zu vielen anderen Künsten erscheint das klassische Ballett heute als ein Hort des Unpolitischen – niemand regt sich über das Frauenbild in „Schwanensee“ oder die Identitätspolitik von „Giselle“ auf. Dass das einmal ganz anders war, das bringt Ralph Fiennes in seinem Film in Erinnerung, wenn auch auf eher indirekte Weise. Als der damals 23-jährige sowjetische Tänzer Rudolf Nurejew 1961 die Gelegenheit eines Gastspiels in Paris nutzte, um in Frankreich um Asyl zu bitten, verletzte diese Tat multiple politische Sensibilitäten. Die Sowjetunion verurteilte ihn in Abwesenheit wegen Landesverrats; in Paris demonstrierten überzeugte Kommunisten gegen ihn, während überzeugte Antikommunisten seine „Flucht“ als Punktgewinn fürs eigene Lager vereinnahmten. Und über die damals wirklich heiklen Themen wie Nurejews Homosexualität wurde gar nicht offen diskutiert.

Zum 10. Mal bringt die Reihe „Starke Stücke Berührt und diskutiert“ landesweit emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand. In der Jubiläumssaison laden die evangelischen Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern und ihre Partner landesweit zu insgesamt 46 Kinoabenden vor allem in Dorfkirchen und Pfarrscheunen ein.

Die Filmreihe ist eine Kooperationsveranstaltung vom Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“, der Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt – Landesbündnis für Demokratie und Toleranz“ und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH sowie der Kiorchgemeinden. Finanzielle Förderung aus den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und dem Europäischen Sozialfonds.