Welche Bedeutung haben Wahlen?

Der Umgang mit der Corona-Pandemie beherrscht die politischen Diskussionen im Wahljahr 2021. Jugendliche aus MV wollten herausfinden, wie die Bürger*innen über die bevorstehenden Wahlen denken. In Zusammenarbeit mit dem WIR-Büro und der Medienwerkstatt des Filmbüros Wismar starten sie eine Straßenbefragung. Bei den Passanten der Wismarer Innenstadt gab es viel Skepsis und auch Ablehnung, sich öffentlich zu äußern. Trotzdem ist gelungen, einige Aussagen mit der Kamera festzuhalten.

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„Rhythmus gegen Rassismus“ im Rosengarten Güstrow am 24. Juli 2021 ab 14:00 Uhr

Der Stralsunder Verein „Rock gegen Rechts“ organisiert mit Partner*innen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und vielen Güstrowern ein Konzert und Aktionstags unter dem Moto „Rhythmus gegen Rassismus“.

Im Flyer der Veranstalter heißt es dazu: „Wir haben so richtig Bock, ihr hoffentlich auch?! Auf wen freut ihr euch? Auch wenn wir 2021 niedrigtourig unterwegs sind, sollen natürlich nicht die Familien untergehen. So werden wir Spielmaterialen für Kinder vor Ort haben und es wird auch verschiedene Infostände geben. Neben den Bands wirde es auch Redebeiträge zu rechten Strukturen in Güstrow und zur Jugend (-arbeit) im ländlichen Raum geben. Hier die Bands, die mit dabei sein werden:

!#rhythmusgegenrassismus#rgr#rockgegenrechts#nicesleben#mecklenburgvorpommern#solidarität#solidarity#mv#mvtutgut#rostock#demokratielebenLandkreis RostockEhrenamtsstiftung MVVVN-BdAAmadeu Antonio StiftungMAYA GALERIEWIR. Erfolg braucht VielfaltDGBDGB Jugendver.di JugendLandesjugendring Mecklenburg-VorpommernHinterlandgangRestpostenSeyed KeyDrauf und Dran

Vortrag und Diskussion zur Jüdischen Geschichte in MV am 22. Juli 2021

Der Verein Politische Memoriale e. V., die Konrad-Adenauer-Stiftung M-V und der Stolperstein-Initiative Schwerin laden am 22. Juli 2021 um 18 Uhr in die Synagoge Schwerin ein. Dr. Ulf Heinsohn wird einen Vortrag zur Jüdischen Geschichte Mecklenburgs halten und in einem anschließenden Podiumsgespräch wird die gegenwärtige Situation und Perspektive der Jüdischen Landesgemeinde M-V zur Sprache kommen.

Hintergrund: Jüdisches Leben in Deutschland wurde erstmalig am 11. Dezember 321 urkundlich in Köln erwähnt. Der römische Kaiser Konstantin erließ ein Edikt zur Bekleidung von Ämtern durch Juden. Diese Urkunde belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger Bestandteil der europäischen Kultur sind.
Seit dem 13. Jh. lebten Juden auch in Mecklenburg. Ende des 15. Jh. wurden sie vertrieben, kehrten um 1650, aus Hamburg kommend, zurück. Die Katastrophe des Nationalsozialismus bereitete auch dem jüdischem Leben in Mecklenburg ein Ende und nach 1945 lebten nur wenige Juden noch in Mecklenburg und diese Wenigen wanderten zumeist in die Bundesrepublik ab. Das Verhältnis der DDR-Staatsführung zu jüdischen Menschen pendelte von offenem Antisemitismus bis Gleichgültigkeit. Am Ende der DDR fasste die Volkskammer jedoch den Beschluss, als Entschuldigung auch für die SED-Politik, die Zuwanderung von Juden aus der Sowjetunion zu regeln. Heute lebt in Deutschland die drittgrößte jüdische Gemeinschaft Europas. Seit den 1990er Jahren hat sich jüdisches Leben in Deutschland mit einer ganz neuen Dynamik und Vitalität entwickelt.
Wie hat sich jüdisches Leben in Mecklenburg von Beginn an entwickelt? Wie gestaltet sich jüdisches Leben heute? Welche Perspektiven hat die jüdische Gemeinde in M-V?
Herzlich laden wir zu einem Rückblick auf jüdisches Leben in Mecklenburg und zu einem Ausblick auf Perspektiven vor Ort. Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier.

Tag der Offenen Gesellschaft am 19. Juni 21 auf dem Schweriner Keplerplatz

„Was habe ich mit Demokratie zu tun?“ kann man im Schweriner Stadtteil „Großer Dreesch“, dem größten Plattenbaugebiet der Stadt oft hören, wenn z. B. wie am letzten Sonnabend von der Schweriner Gruppe der „Initiative Offene Gesellschaft“ danach gefragt wird. Denn erinnert werden muss immer wieder: Demokratie wird jeden Tag von uns selbst gemacht oder eben verhindert. Und jeder Austausch zwischen unterschiedlichen Menschen, Kulturen, Generationen und Identitäten fördert eine positive Debattenkultur im Kleinen und im Großen, anstatt nur dem Meckern und Abwerten das Feld zu überlassen.
Am 19. Juni, dem Tag der Offenen Gesellschaft trafen sich aus diesem Grund sieben Mitglieder der Schweriner Gruppe, die auch im Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin aktiv sind. Von „Die Platte lebt!“ e.V., „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“, „Wir sind Paten“, der „Diakonie Mecklenburg-Vorpommern“ und dem „Zukunft im Mueßer Holz-Treff (ZiMHT)“. Mit einem offenen Gesprächsangebot auf dem Keplerplatz sollten Menschen erreicht werden, die ihre wichtigsten Themen und Fragen aus ihrem Alltag formulieren und daraus eine gemeinsame Fragestellung fürs Zusammenleben ableiten.

Zwölf anwesende Jugendliche, Interessierte und Unterstützer fanden tatsächlich im Gespräch eine gemeinsame Fragestellung: Wie soll ich mir sicher sein, wann ich eine Maske trage, wenn es so verschiedene, unklare Regeln gibt?“ Nach einer Diskussion über die Frage, wer die Regeln warum macht, kam es nach der Diskussion zur Erkenntnis: Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Die Frage ob ich eine Maske trage, richtet sich auch danach, wie groß die Angst vor Ansteckung meines Gegenübers ist. Die Bedürfnisse des anderen zu berücksichtigen, kann ein moralischer Kompass sein und bringt mir und anderen gute Orientierung im Verhalten, war man sich einig. Weitere Themen die die Teilnehmer beschäftigten waren: das einander Zuhören, Fragen zur Wasserversorgung der Pflanzen auf dem Dreesch bei Trockenheit, kulturelle Angebote und die Frage, wer kann sich das leisten sowie das Thema der Gier.

Außerdem gab es für Kinder und Familien im Berta-Klingberg-Haus ein Bilderbuchkino nach Kirsten Boies Buch „Bestimmt wird alles gut“. Einig waren sich die Beteiligten, dass diese Art von Treffen weitergeführt werden sollten. Trotz der großen Hitze, waren sich alle einig, dass Gesprächsangebote der richtige Weg zum gegenseitigen Verständnis sind.

15.-28. März 2021 Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 15.03. -28.03.2021 setzen die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ Zeichen für eine solidarische Gesellschaft und richten sich mit ihren Aktionen und Veranstaltungen gegen rassistische Diskriminierungen und Hetze. Auch in Mecklenburg-Vorpommern finden zahlreiche Workshops, Podcasts, Publikationen, Fotoaktionen und Fachtage verschiedener Akteure statt. Weiter Informationen dazu finden Sie im folgenden Programm.

Ausstellung „Abraham war Optimist“ in Schwerin

Seit dem 2.11.2020 wird am Bertha-Klingberg-Platz in Schwerin die Ausstellung „Abraham war Optimist“ der Fotografin Manuela Koska gezeigt. Mit der Ausstellung würdigt der Verein PRO SCHWERIN gemeinsam mit der Initiative WIR. Erfolg braucht Vielfalt und weiteren Partnern das Leben und Wirken des kürzlich verstorbenen Landesrabbiners William Wolff. Er war Unterstützer der WIR-Initiative und Ehrenbürger der Stadt Schwerin. Die Ausstellung gibt Einblick in sein Leben und in die religiöse Traditionen und die Spiritualität des Judentums.

Übergabe des WIR-Vielfaltspreises 2016 an Rabbi Wolff und Britta Wauer durch die damalige Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider2016 wurde das filmische Portrait „Rabbi Wolff“ der Regisseurin Britta Wauer im Rahmen des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern mit dem WIR-Vielfaltspreis ausgezeichnet. Die Übergabe (Foto) erfolgte durch die damalige Landtagspräsidentin Sylvia Bretscheider.  In dem preisgekrönten Film blickt Willy Wolff auf sein bewegtes Leben, erzählt von seiner Kindheit in Berlin und Amsterdam, von seiner Karriere als politischer Journalist in England und von seinem lebenslangen Wunsch, Rabbiner zu werden. Rabbi Wolff war ein besonderer Mensch, dem es gelang mit Humor und Fröhlichkeit Menschen miteinander zu verbinden. Auch in religiösen Fragen hatte er immer die Versöhnung im Blick. Durch sein Wirken haben viele Menschen Einblick in das Judentum in Mecklenburg-Vorpommern bekommen. Er mit Lebensfreude und Bescheidenheit die Menschen beeindruckt und den interreligiösen Dialog auf besondere Weise gefördert. Am 8. Juli 2020 ist er im Alter von 93 Jahren verstorben.

Idee der Ausstellung ist es die Wirklichkeit, den Geist, die Lebensfreude und die Ausstrahlung dieses besonderen Menschen für Schweriner und Besucher sichtbar und erlebbar zu machen.

Informationen zur Ausstellung finden Sie  hier   Abraham war Optimist

Tage der politischen Bildung MV

Seit dem 15. September – dem Tag der Demokratie – finden innerhalb der nächsten drei Wochen in ganz Mecklenburg-Vorpommern Veranstaltungen zur politischen Bildung statt. Zahlreiche Anbieter haben sich zusammgeschlossen, um konstruktiven Austausch anzubieten, Debatten anzustoßen, Kompetenzen für Engagement zu vermitteln und damit die Demokratie zu stärken. Unter der Leitfrage: Was hält die Gesellschaft zusammen? wurden landesweit rund 80 Veranstaltungen und Ausstellungen konzipiert.

Eröffnet wurden die Tage der politischen Bildung mit einer Straßenaktion am 15. September in der Schweriner Innenstadt. Dazu wurde in der Nacht ein großes Blowup Banner am Schweriner Schlossparkcenter befestigt. 
Am gemeinsamen Info-Stand und mit einem Demokratie-Alphabet auf dem Straßenpflaster konnten sich die Passanten über die politische Bildung und die demokratischen Grundwerte austauschen.

Das Veranstaltungsprogramm vom 15.09. -03.10. finden Sie unter: www.tage-politische-bildung.de
Die „Tage der politischen Bildung MV 2020“ stehen unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Landtages MV Birgit Hesse.
WIR danken dem Nahverkehr Schwerin und dem Schweriner Schlosspark-Center für die Unterstützung!