Auftakt zur „Interkulturellen Woche“ in Neubrandenburg am 24. September 2022

Die Interkulturellen Wochen (IKW) in Deutschland haben mittlerweile schon Tradition. Zum 47. Mal finden sie bundesweit von September bis Oktober statt. Über 500 Städte und Gemeinden machen in diesem Jahr mit und organisieren an ihren Orten Veranstaltungen, die das Miteinander befördern. Ob Kulturfeste, Lesungen, Straßenaktionen, Gottesdienste oder andere Beteiligungsformate, immer geht es um das Sichtbarmachen der verschiedenen Kulturen, den Austausch und Begnung, auch verbunden mit dem Ziel Vorurteile und Hürden abzubauen. Weitere Infos finden Sie hier

Auch die WIR-Initiative unterstützt die Interkulturellen Wochen. So waren WIR beim „Fest der Demokratie“ in Wismar (Programm IKW Wismar) am 17. September mit dabei und auch am 24. September bei der Auftaktveranstaltung in Neubrandenburg (Programm IKW Neubrandenburg).

Am Sonntag 25. September fand die Eröffnungsveranstaltung auf dem Schweriner Marktplatz statt. (Programm IKW Schwerin)
Die Interkulturellen Wochen verfolgen auch die Ziele der WIR-Initiative sich gemeinsam für ein friedliches, weltoffenes und tolerantes Mecklenburg-Vorpommern einzusetzen.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen anderer Städte und Gemeinden hier

Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In mehr als 500 Städten und Gemeinden werden rund 5.000 Veranstaltungen durchgeführt. Der Tag des Flüchtlings ist Bestandteil der IKW.

17. September – „Fest der Demokratie“ im Bürgerpark Wismar

Bei dem von der Stadt Wismar organisierten bunten Familiennachmittag unter dem Motto „Kinderrechte“ informierte auch „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ über das Bündnis und seine Ziele.

Die Besucherinnen und Besucher konnten sich mit kulinarischen Leckereien und bei einem bunten Bühnenprogramm auch an zahlreichen Infoständen der Parteien, Vereine und Verbände über deren Arbeit und Angebote informieren. Am Stand der „WIR-Initiative“ tauschten sie sich mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle über die Themen Demokratie, Bürgerrechte und gesellschaftliche Vielfalt aus. Meinungen, Fragen und Anregungen wurden geäußert und bei einem Quiz konnte das Wissen über die Demokratie und die Menschenrechte geprüft werden. Kinder freuten sich über die Malhefte der Initiative, die die verbürgten Menscherechte altersgerecht erklären.

Tage der politischen Bildung MV – Einladung zur Auftaktveranstaltung am 15. September in Greifswald

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und lebt vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Um das ins öffentliche Bewusstsein zu bringen haben sich die politischen Stiftungen, Träger und Vereine zusammengeschlossen, um gemeinsam jährlich die „Tage der politischen Bildung Mecklenburg Vorpommern“ zu veranstalten. 

Gestartet wird das Programm „Tage der politischen Bildung“ auch in diesem Jahr am „Internationalen Tag der Demokratie“, dem 15. September. Diesmal in Greifswald unter dem Motto: „Erst wenn ich gehe, vermisst du mich.“

Zum Auftakt findet von 10:00 -14:00 Uhr in der STRAZE eine Gründungsveranstaltung „Runder Tisch der politischen Bildung“ statt. Der Runde Tisch soll zukünftig als neue Plattform des Austausches der Träger und Initiativen, der Vernetzung und dem Kennenlernen dienen. Alle Träger, Vereine und Initiativen der politischen Bildung sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Ab 14.00 Uhr gibt es dann am Mühlentor Mitmach und Gesprächsangebote für alle Bürger und Bürgerinnen, für Groß und Klein. WIR möchten von den Bürgern und Bürgerinnen wissen „Was wünschen Sie sich von der Demokratie?“. Daneben gibt es noch Spiele, Infomaterial und kostenlose Publikationen der teilnehmenden Träger und Stiftungen!

Von 16.00 bis 19.00 Uhr werden die allseits bekannten DemokraTische in der STRAZE stattfinden und sich mit der Frage der Bürgerbeteiligung in den Ortsteilvertretungen der Stadt Greifswald auseinandersetzen.

18.30 Uhr wird mit der Landesbeauftragten für Integration Jana Michael die Ausstellung von tutmonde e.V. zu den „19 Grundrechten für nachhaltige Entwicklung“ eröffnet.

Der krönende Abschluss wird 19.15 Uhr im Großen Saal der STRAZE die Aufführung „Krieg, stell dir vor er wäre hier“ vom Theater Vorpommern sein. Der Eintritt ist kostenfrei.

Schon zwei Tage später am 17. September kehrt die Reihe dann nach Greifswald zurück: In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Polen und Deutschland – Demokratie gemeinsam stärken“ mit Prof. Dr. Norbert Lammert um 11.00 Uhr im Alfried-Krupp-Kolleg.

Für die Hängung unserer Banner bedanken WIR uns beim Nahverkehr Schwerin, dem Schweriner Schlosspark-Center und der STRAZE Greifswald für die Unterstützung!

3./4. 09. – Pasewalk – „Messe für Vorpommern“

Informationen und Gespräche am Stand von „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ während der Leistungsschau in Pasewalk

 

In diesem Jahr feierten die Pasewalker nach der coronabedingten Pause wieder ihr traditionelles Fest unter dem Titel „Leistungsschau“. Diese Messe ist eins der jährlich stattfindenden Höhepunkte in der Region.  Neben den bunten Unterhaltungsprogrammen waren 88 Aussteller vor Ort: eine Mischung aus Gewerbe, Beratung, Gesundheitsvorsorge, Parteiständen und des Vereinslebens. Auch die WIR-Initiative als überregionales Landesbündnis war wieder mit dabei. Viele Besucherinnen informierten sich über die Arbeit der Initiative und deren Anliegen.
Beispielsweise war Daniela Klein extra aus Schwedt angereist und freute sich, dass es auch Informationen von politischen Akteuren gab. Nach Pasewalk kam sie, um sich über die Angebote der Polizeifachhochschule und über die neuen Arbeitgeber in der Region zu informieren. 

Tagung „Alle anders, alle gleich Herausforderungen in der pluralen Gesellschaft“ am 29.08.2022 im Solitär Parchim

Die Landeskoordinierung des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“ und die Geschäftsstelle der Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ luden herzlich zur Sommertagung mit dem Titel „Alle anders, alle gleich – Herausforderungen der pluralen Gesellschaft“ ein. Die Veranstaltung richtete sich an Akteur:innen im Themenfeld Demokratie und Toleranz, die Mitglieder des landesweiten Beratungsnetzwerks Demokratie und Toleranz, Projekte der Bundesprogramme „Demokratie leben!“, „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und „Respekt Coaches“ aber auch alle Kooperationspartnerinnen und -partner und weitere Interessierte.

Das Programm und die Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier.

Gestartet wurde mit zwei Vorträgen, die sich mit der Thematik des Tages auseinandersetzen; Dr. Marcel Lewandowsky (Lehrstuhlvertretung für Vergleichende Regierungslehre an der Universität Greifswald) stellte seine Thesen und Forschungsergebnisse zum Demokratieverständnis vor und Jan Holze (Vorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, Neustrelitz) sprach über die Herausforderungen bei der Unterstützung des Ehrenamts ind Deutschland. Am Nachmittag beteiligten sich die 80 Teilnehmer:innen in 6 Workshops und Austauschforen an regen Diskussionen.

Logo "Starke Stücke"

Filmreihe „STARKE STÜCKE. Berührt und diskutiert“ bis zum 4.11.2022

zum 11. Mal bringt die Reihe „STARKE STÜCKE. Berührt und diskutiert“ des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg in Kooperation mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“, der Initiative „Wir. Erfolg braucht Vielfalt“ und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch. Die von den Kirchengemeinden ausgewählten Filme beinhalten Themen, die uns und unsere Gesellschaft bewegen. Die Filme sollen unterhalten und ebenso einladen, eigene Positionen zu überdenken und im Gespräch miteinander den Blick zu weiten.

Eingeladen wird zu landesweit insgesamt 44 Filmabenden vor allem in alten Dorfkirchen und Pfarrscheunen – auch um das kulturelle Angebot im ländlichen Raum zu stärken.

Der Eintritt zu allen Filmvorführungen ist frei.

Weitere Informationen und das Programmheft zum Download finden Sie unter https://www.kirche-mv.de/starkestuecke

„Wir sind jung. Wir sind stark“ 30 Jahre Rostock-Lichtenhagen – Film und Talk, 24.08.2022 um 19:00 Uhr Schwerin Schlossinnenhof

Die rassistischen Ausschreitungen am Rostocker Sonnenblumenhaus liegen mittlerweile 30 Jahre zurück. Mit einer Veranstaltung im Innenhof des Schweriner Schlosses erinnert die Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ mit dem preisgekrönten Film „Wir sind jung. Wir sind stark“ (2014) an die damaligen Ereignisse. 2015 wurde der Film im Rahmen des Filmkunstfestes MV mit dem WIR-Vielfaltspreis ausgezeichnet. Der Film thematisiert die Eskalation und die Gewaltexzesse ohne anzuklagen und ohne zu denunzieren. Er zeigt Jugendliche der Nachwendegeneration, die sich als Verlierer fühlen und kritisiert auch das moralische Versagen der Gesellschaft. Somit weckt der Film nicht nur Erinnerungen an die damaligen Ereignisse, sondern wirft auch gesellschaftlich relevante Fragen zur Einordung auf.

Als Talk-Gäste begrüßt ZDF Studioleiter Bernd Mosebach die Präsidentin des Landtages Birgit Hesse, den Regisseur Burhan Qurbani sowie die Zeit- und Augenzeugen Wolfgang Richter (damaliger Ausländerbeauftragter und Augenzeuge) und Ute Schmidt (Leiterin der Landeskoordinierung Demokratie und Toleranz, Zeitzeugin). Fragen, wie es zur Eskalation kommen konnte und welche Auswirkungen dieses Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte bis heute hat, stehen im Mittelpunkt des Gesprächs. Auch die Perspektive des Regisseurs und die künstlerische Bearbeitung werden hinterfragt.

Mit der Veranstaltung möchte die WIR-Initiative nicht nur an die Ereignisse erinnern, sondern auch das Thema Rassismus und notwendige gesellschaftliche Veränderungen ins Bewusstsein bringen. Fragen vom Publikum sind gewünscht.

Ab 20:30 Uhr beginnt die Filmvorführung.

Wann: 24. August 2022
Einlass: ab 18:30 Uhr
Gespräch: 19:00 – 20:00 Uhr
Filmvorführung ab 20:30 Uhr, anschließend Fragen zum Film
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern und dem Filmkunstfest MV.

Rockfestival gegen Rechts „Jamel rockt den Förster“ am 12.-13. August 2022

Bereits zum 15. Mal findet in diesem Jahr das Open-Air-Rockfestival gegen Rechtsextremismus in Jamel in Nordwestmecklenburg statt. Auch in diesem Jahr wird hier deutlich gemacht, dass Mecklenburg ein Ort der Vielfalt und Toleranz ist.  Über 3000 Besucherinnen und Besucher werden am 12. und 13. August auf den Forsthof der Familie Lohmeyer erwartet. Ermöglicht wird das zweitägige Festival auch in diesem Jahr durch zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die bei der Organisation und dem Ablauf unterstützten. Die auftretenden Bands bleiben wieder geheim, bis der Vorhang fällt.weiterlesen

Vielfaltsmeile beim Tag der offenen Tür des Landtags am 19.06.2022

Ab 10:00 Uhr sind in diesem Jahr wieder interessierte Gäste herzlich eingeladen, sich über das Landesparlaments zu informieren, mit Abgeordneten ins Gespräch zu kommen und die normalerweise nicht öffentlich zugänglichen Bereiche des Schweriner Schlosses zu besichtigen. Dabei erhalten sie auch einen Eindruck von den Herausforderungen einer denkmalgerechten Sanierung im Einklang mit einem modernen Parlamentsbetrieb.
Im Außenbereich können die Besucher zahlreiche Unterhaltungsangebote wahrnehmen und sich auch kulinarisch versorgen. Das landesweite Demokratie-Bündnisses „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ präsentiert sich vor dem Schloss. Verschiedene Institutionen der Zivilgesellschaft, informierten über ihre Arbeit, laden zu Mitmach-Aktionen ein und stehen für Informationen und Gespräche zur Verfügung.

Mit dabei sind in diesem Jahr: Schweriner Volkszeitung, Landeszentrale für politische Bildung MV/ Landeskoordinierungsstelle Demokratie und Toleranz-Beratungsnetzwerk; Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur (LAMV), Bundesarchiv / Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin, CSD Schwerin e.V. / Klub Einblick e.V. / LSVD Queer e.V. / BSGA e.V. / TIM e.V. / Schulz e.V., Die Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern,  Geschäftsstelle des Bündnisses WIR. Erfolg braucht Vielfalt, Bürgerzeitung DIE AUFMACHER, Europäisches Integrationszentrum Rostock e.V., Kompetenzzentrum für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen, BC Traktor Schwerin, Mecklenburg-Bulls Cheerleader, Verbraucherzentrale M-V e.V., Volksbund Deutsche Kiegsgräber MV, NABU MV, MENTOR – Die Leselernhelfer Schwerin e. V., UNICEF-Arbeitsgruppe Schwerin, Ukrainisch-Deutsches Kulturzentrum SIC e. V.

Wer den Tag verpasst hat oder noch einmal erleben will – hier geht’s zum Film

77. Jahrestag der Befreiung des KZ Wöbbelin begangen am 02. Mai 2022

(Quelle und Foto: © Landkreis Ludwigslust-Parchim)

Ökumenischer Gottesdienst am Gedenkort Wöbbelin gemeinsam mit Landesrabbiner Kadnykov, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Landrat Stefan Sternberg sowie zahlreichen Angehörigen von Überlebenden

„Augen auf. Ohren auf. Mund auf“, dies sagte Pastorin Sabine Schümann beim ökumenischen Gottesdienst anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des KZ Wöbbelin. Gemeinsam mit dem Landesrabbiner Yuriy Kadnykov und weiteren Pastoren wurde am Gedenkort an der L072 an die Opfer des NS-Regimes erinnert. An die 200 Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter zahlreiche Angehörige von Überlebenden aus den Niederlanden und den USA, aus Frankreich, Belgien, Polen und Deutschland. Es sei nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch ein Feiertag, sagte Pastorin Schümann. Schließlich haben die Überlebenden ihr Leben zurückbekommen.

Das Konzentrationslager Wöbbelin – Außenlager des KZ Neuengamme – war noch nicht fertiggestellt, als die ersten Häftlinge von den Nationalsozialisten ins KZ gebracht wurden. Mehr als 1000 Menschen aus mehr als 20 Nationen fanden in Wöbbelin ihren Tod. Das KZ Wöbbelin bestand nur knapp zehn Wochen, als Soldaten der 82. US-Luftlandedivision und der 8. US-Infanteriedivision das Außenlager befreiten.

An die Gräueltaten der Nationalsozialisten erinnerten neben Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auch Landrat Stefan Sternberg in einer Rede. „77 Jahre nach der Befreiung ist es immer noch unendlich wichtig, an diese Gräueltaten zu erinnern. Zu oft werden Menschen noch immer wegen Hautfarbe, Religion, Diversität angegriffen. Wir dürfen die Fehler kein zweites Mal begehen“, sagte Landrat Stefan Sternberg und rief zugleich auf, Gedenkarbeit weiterhin zu betreiben. Deshalb sei die Arbeit des Vereins der Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim so wichtig. „Dieser Ort ist ein wichtiger Lernort – für uns und für die nachfolgenden Generationen“, so Landrat Sternberg. 

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