Vortrag und Diskussion zur Jüdischen Geschichte in MV am 22. Juli 2021

Der Verein Politische Memoriale e. V., die Konrad-Adenauer-Stiftung M-V und der Stolperstein-Initiative Schwerin laden am 22. Juli 2021 um 18 Uhr in die Synagoge Schwerin ein. Dr. Ulf Heinsohn wird einen Vortrag zur Jüdischen Geschichte Mecklenburgs halten und in einem anschließenden Podiumsgespräch wird die gegenwärtige Situation und Perspektive der Jüdischen Landesgemeinde M-V zur Sprache kommen.

Hintergrund: Jüdisches Leben in Deutschland wurde erstmalig am 11. Dezember 321 urkundlich in Köln erwähnt. Der römische Kaiser Konstantin erließ ein Edikt zur Bekleidung von Ämtern durch Juden. Diese Urkunde belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger Bestandteil der europäischen Kultur sind.
Seit dem 13. Jh. lebten Juden auch in Mecklenburg. Ende des 15. Jh. wurden sie vertrieben, kehrten um 1650, aus Hamburg kommend, zurück. Die Katastrophe des Nationalsozialismus bereitete auch dem jüdischem Leben in Mecklenburg ein Ende und nach 1945 lebten nur wenige Juden noch in Mecklenburg und diese Wenigen wanderten zumeist in die Bundesrepublik ab. Das Verhältnis der DDR-Staatsführung zu jüdischen Menschen pendelte von offenem Antisemitismus bis Gleichgültigkeit. Am Ende der DDR fasste die Volkskammer jedoch den Beschluss, als Entschuldigung auch für die SED-Politik, die Zuwanderung von Juden aus der Sowjetunion zu regeln. Heute lebt in Deutschland die drittgrößte jüdische Gemeinschaft Europas. Seit den 1990er Jahren hat sich jüdisches Leben in Deutschland mit einer ganz neuen Dynamik und Vitalität entwickelt.
Wie hat sich jüdisches Leben in Mecklenburg von Beginn an entwickelt? Wie gestaltet sich jüdisches Leben heute? Welche Perspektiven hat die jüdische Gemeinde in M-V?
Herzlich laden wir zu einem Rückblick auf jüdisches Leben in Mecklenburg und zu einem Ausblick auf Perspektiven vor Ort. Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier.

Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratieförderung

Auftaktveranstaltung am 8. Mai 2021 von 10:00 – 13:30 Uhr.
Die 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung präsentiert sich in diesem Jahr mit einem Programm von Online- und Präsenzveranstaltungen. Im Gegensatz zu früheren Konferenzen, finden diese nicht an einem Tag, sondern im Zeitraum von Mai bis September 2021 statt. Vorträge, Workshops und Beteiligungsformate sollen die Gelegenheit bieten, aktuelle Herausforderungen für das demokratische Zusammenleben zu besprechen, die durch Rechtsextremismus gestellt werden. Welche Antworten vor Ort können wirdarauf finden?

Programm der Auftaktveranstaltung (online):

  • Grußworte und Eröffnung
  • Vortrag der Politikwissenschaftlerin und Publizistin Katharina Nocun zum Thema

„Fake Facts – Warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen?“

Welche Faktoren spielen dabei auf psychologischer Ebene eine Rolle? Und wie diskutieren wir mit Menschen, die glauben, eine verborgene «Wahrheit» entdeckt zu haben? Die Politikwissenschaftlerin Katharina Nocun ist gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty genau diesen Fragen auf den Grund gegangen. In ihrem Buch «Fake Facts» beleuchten sie das verschwörungsideologische Milieu – von Rechtsextremismus bis hin zur Esoterik. Und sie finden dabei Antworten auf die Frage, warum Verschwörungsnarrative gerade in Zeiten der gegenwärtigen Krise derart anziehend auf Menschen wirken.

  • Virtuelle Austauschräume für die Teilnehmer*innen der Regionalkonferenz zur Diskussion und Vernetzung
  • Podiumsdiskussion zum Thema „Verschwörungsideologie und Rechtsextremismus in den Regionen“

An der Diskussion nehmen Expert*innen aus der Beratungsarbeit gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, aus der Lehrkräftequalifizierung, der Antisemitismusarbeit und aus der Kinder- und Jugendarbeit teil, u.a.:
Uta Hartwig (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein)
Torsten Nagel (Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, AWO LV SH)
Daniel Trepsdorf (Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg,  RAA M-V)

Anmeldung bis zum 05.05. unter: luebeck@rbt-sh.de 

Wie viel EU steckt in Schwerin? Online-Talk am 5. Mai 2021 von 10 – 11 Uhr

WIR fragen Oberbürgermeister Rico Badenschier, welche Projekte das in Schwerin betrifft, was bei ihrer Planung zu beachten ist und welche Gestaltungsspielräume die Stadt dabei hat und den ehemaligen Landespastor der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern Martin Scriba, welche konkreten Erfahrungen bei der Sanierung des Wichernsaals mit der EU-Förderung gemacht wurden.

Moderation: Roswitha Bley

Anmeldung unter der E-Mail: wir@erfolg-braucht-vielfalt.de Zugangsdaten werden per E-Mail zugesendet.
Die Veranstaltung wird im Live-Stream übertragen und die Aufzeichnung anschließend auf unserem YOUTUBE-Kanal und auf Facebook online gestellt.

15.-28. März 2021 Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 15.03. -28.03.2021 setzen die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ Zeichen für eine solidarische Gesellschaft und richten sich mit ihren Aktionen und Veranstaltungen gegen rassistische Diskriminierungen und Hetze. Auch in Mecklenburg-Vorpommern finden zahlreiche Workshops, Podcasts, Publikationen, Fotoaktionen und Fachtage verschiedener Akteure statt. Weiter Informationen dazu finden Sie im folgenden Programm.

Ausstellung „Abraham war Optimist“ in Schwerin

Seit dem 2.11.2020 wird am Bertha-Klingberg-Platz in Schwerin die Ausstellung „Abraham war Optimist“ der Fotografin Manuela Koska gezeigt. Mit der Ausstellung würdigt der Verein PRO SCHWERIN gemeinsam mit der Initiative WIR. Erfolg braucht Vielfalt und weiteren Partnern das Leben und Wirken des kürzlich verstorbenen Landesrabbiners William Wolff. Er war Unterstützer der WIR-Initiative und Ehrenbürger der Stadt Schwerin. Die Ausstellung gibt Einblick in sein Leben und in die religiöse Traditionen und die Spiritualität des Judentums.

Übergabe des WIR-Vielfaltspreises 2016 an Rabbi Wolff und Britta Wauer durch die damalige Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider2016 wurde das filmische Portrait „Rabbi Wolff“ der Regisseurin Britta Wauer im Rahmen des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern mit dem WIR-Vielfaltspreis ausgezeichnet. Die Übergabe (Foto) erfolgte durch die damalige Landtagspräsidentin Sylvia Bretscheider.  In dem preisgekrönten Film blickt Willy Wolff auf sein bewegtes Leben, erzählt von seiner Kindheit in Berlin und Amsterdam, von seiner Karriere als politischer Journalist in England und von seinem lebenslangen Wunsch, Rabbiner zu werden. Rabbi Wolff war ein besonderer Mensch, dem es gelang mit Humor und Fröhlichkeit Menschen miteinander zu verbinden. Auch in religiösen Fragen hatte er immer die Versöhnung im Blick. Durch sein Wirken haben viele Menschen Einblick in das Judentum in Mecklenburg-Vorpommern bekommen. Er mit Lebensfreude und Bescheidenheit die Menschen beeindruckt und den interreligiösen Dialog auf besondere Weise gefördert. Am 8. Juli 2020 ist er im Alter von 93 Jahren verstorben.

Idee der Ausstellung ist es die Wirklichkeit, den Geist, die Lebensfreude und die Ausstrahlung dieses besonderen Menschen für Schweriner und Besucher sichtbar und erlebbar zu machen.

Informationen zur Ausstellung finden Sie  hier   Abraham war Optimist

12. November – Schwerin – DEIN PLATZ IST HIER! Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern

Fachtagung Integration – für unser Zusammenleben in MV

Dagmar Kaselitz, die Integrationsbeauftragte der Landesregierung MV, lädt gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung MV und Tutmonde e. V. Stralsund zur Kooperationsveranstaltung unter dem Motto „Dein Platz ist hier! Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern“ ein. Damit steht in diesem Jahr der Beitrag der Organisationen von Migrantinnen, Migranten und Religionsgemeinschaften für das Zusammenleben in Mecklenburg-Vorpommern im Mittelpunkt.
Neben dem Fachvortrag von Dr. Ali Özgür Özdil („Der Islam – eine der fünf Weltreligionen zwischen Lebenswirklichkeit und Vorbehalten“) sind weitere Beiträge und Gespräche zu den Themen interreligiöser Dialog, Sprache, Nachhaltigkeit, Frauenpower sowie Integration in den Bereichen Sport, Wirtschaft und Kultur vorgesehen.
Wann? 12.11.2019 von 10.30 bis 17:00 Uhr
Wo? Campus am Turm, Hamburger Allee 124, 19063 Schwerin
Anmeldung bis zum 1. November 2019 per E-Mail an Reem.Alabali@sm.mv-regierung.de oder telefonisch unter 0385 / 588 9091.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Weitere Informationen finden Sie hier.

24.10. – Gadebusch – Kinofilmreihe „Starke Stücke. Berührt und diskutiert“ lädt zur WIR-Sonderreiheihe ein

Bereits zum 8. Mal bringt die Reihe Starke Stücke. Berührt und diskutiert  Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch, die auf besondere Weise berühren oder gesellschaftliche Themen ansprechen, die Kontroversen hervorrufen. In diesem Jahr beteiligt sich die WIR-Initiative erstmalig mit einer Sonderreihe daran.

Am 24. Oktober um 19.00 Uhr steht in der Kirche Gadebusch der norwegische Film „Welcome to Norway“ von Rune Denstad Langlo auf dem Programm. Alle Filminteressierten sind herzlich eingeladen und wer möchte, kann sich anschließend in gemütlicher Runde über den Film austauschen.

Zum Inhalt:
Welcome to Norway  ist eine Komödie und handelt vom gegenwärtigen Zustand Europas. Der Film versucht zu zeigen, wer hier wie unterwegs ist. Weder Härten noch Schwierigkeiten werden verschwiegen und letztendlich ist der Film ein Plädoyer dafür, im Menschen den Menschen zu sehen. Er stellt sich nicht über die Gegenwart und bewertet diese nicht, sondern lässt ihr Raum.
Die Handlung: Der Hotelier Primus verspricht sich von der Einquartierung von Flüchtlingen die Rettung vor der Pleite. Er hat große Visionen und erlebt größere Niederlagen. Eigentlich ist er gegen alles Fremde, doch die vielen Flüchtlinge, von denen allseits die Rede ist, kommen ihm gerade recht. Sein Pleite gegangenes Hotel im Norden Norwegens soll dank ihnen doch noch zur Goldgrube werden. Und dafür winken saubere Subventionen aus der Staatskasse. Seine Frau Hanni und Tochter Oda trauen ihren Augen nicht, als ganze Busladungen in das Hotel einmarschieren, in dem Zimmer, Türen, Heizung und Strom fehlen. Nicht vorbereitet ist Primus auf die diplomatischen Verwicklungen, die nun auf ihn lauern: Christen weigern sich mit Arabern, Sunniten mit Schiiten das Zimmer zu teilen. Der optimistische, aber etwas vorlaute Abedi erweist sich als unverzichtbarer Vermittler und wird für den Einzelgänger Primus schnell zum ständigen Begleiter. Doch dann fordert die Ausländerbehörde auch noch Sprachkurse und einen Kooperationsrat, sonst gibt es kein Geld.
Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, der dafür mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, den beteiligten Kirchengemeinden, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“, der Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH kooperiert.
Unterstützt wird das Projekt von den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Europäischen Sozialfonds sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung.
Mehr Infos und das Programmheft unter: www.kirche-mv.de/Filmreihe-Starke-Stuecke.html

16.10.- Waren – Festveranstaltung „30 Jahre Friedliche Revolution in Mecklenburg-Vorpommern“

Mit einer Festveranstaltung hat der Landtag Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit der Landesbeauftragten Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktaur, der Landeszentrale für politische Bildung M-V, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, den Erzbistümern Berlin und Hamburg sowie der Stadt Waren am Mittwoch an die Friedliche Revolution vor 30 Jahren erinnert. Die Festveranstaltung fand in Waren statt, da es hier 89 die erste öffentliche Demonstration im Nordosten für Demokratie und Freiheitsrechte gegeben hat.
Los ging es um 16:00 Uhr auf dem Neuen Markt, der von Info-Ständen und Mitmachangeboten verschiedener Vereine und Institutionen umrahmt war, mit Zeitzeugengesprächen und Filmsequenzen des NDR. Auch die Landesinitiative WIR. Erfolg braucht Vielfalt war mit einem „Runden Tisch 02 – Speed Dating zu politischen Themen“ und einem Info-Stand vertreten. Neben den Warener Bürgerinnen und Bürgern nahmen zahlreiche Landespolitiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an dem Festakt teil. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte, sie habe allergrößten Respekt vor allen, die im Herbst 1989 und in den Jahren zuvor für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Reisefreiheit, Demonstrationsfreiheit und freie Wahlen eintraten. „Wir haben allen Grund, den Bürgerinnen und Bürgern zu danken, die damals auf die Straße gegangen sind und mutig Veränderungen eingefordert haben“, so Schwesig.
Den Festvortrag in der St. Marien-Kirche hielt der Theologe und Politiker Markus Meckel. Er war von 1982 bis 1988 evangelischer Gemeindepastor in Vipperow (Müritz) und später einige Monate lang DDR-Außenminister. Die friedliche Revolution sei eine mitteleuropäische Revolution gewesen, sagte Meckel. Man könne an sie nicht angemessen erinnern, ohne den Zusammenhang mit Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion anzusprechen. Deshalb gehörten diese europäischen Nachbarn eigentlich zu jeder Feier des Mauerfalls als Gäste dazu.
Landtagspräsidentin Birgit Hesse sagte, sie habe manchmal den Eindruck, dass die Herausforderungen, Schwierigkeiten und auch Enttäuschungen der Nachwendezeit dazu geführt hätten, dass das Erinnern an die friedliche Revolution „nicht den Stellenwert hatte, den es haben sollte“. Deshalb müsse auch der persönliche Austausch über das, was war, fortgeführt werden.
Nach dem Festakt waren die Bürgerinnen und Bürger der Stadt eingeladen, sich an den Ständen zu informieren und den Abend bei Live-Musik der Warener Gruppe „Black Tigers“ ausklingen zu lassen.

Quelle: NDR

 

Zukunftstreff dokumentARt vom 30.10 bis 27.11.

Neues Projekt des dokumentART – films & future European Filmfestival

Als neues Projekt unter dem Dach des dokumentART holt der Zukunftstreff das Publikum da ab, wo der Puls des Festivals schlägt – bei den Filmen.
Die aus fünf Veranstaltungen bestehenden Werkstattreihe will sich mit Fragen auseinandersetzen, die das Festival jedes Jahr mit seinem Filmprogramm aufwirft, aktiv und gemeinschaftlich :
Ausgehend von Filmen aus den letzten Festivaljahren wurden Programme entwickelt, die eine intensive Verbindung zu akuten Fragen der Zukunftsgestaltung in der Region haben und deshalb für die Menschen HIER von Bedeutung sind. Landflucht, Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen, kulturelle Bildung, nachhaltige Landwirtschaft, Umwelt und Demokratie-Teilhabe sind dabei nur einige der Themen, die im Fokus des Zukunftstreffs 2019 stehen.

Die Filme dienen als Katalysator für die Kommunikation, doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Publikum. Über das Filmgespräch, fachliche Kurzreferate und in partizipativen Formaten entsteht ein Überblick über die Bedürfnisse, Gedanken und Visionen der Menschen in der Region. Ausgehend von Fragen, Positionen und Ideen, sollen gemeinsam Lösungsansätze diskutiert werden:
Wie kann die Landflucht gestoppt werden?
Ist ein Gleichgewicht zwischen industrieller und ökologischer Landwirtschaft möglich?
Wie kann aktive Gestaltung des Lebens im ländlichen Raum gelingen?
Wie können die Generationen voneinander lernen?
Wie entsteht ein Gefühl von „Miteinander“?
Was können Kunst und Kultur dazu beitragen?
Hat Demokratie nur etwas mit Wahlen zu tun?

In themenfokussierten Veranstaltungen entsteht, gemeinsam mit Filmemacher*innen, Gästen aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft in aktiven Beteiligungsformaten, Podien und Publikumsdiskussionen ein Gesprächsraum, in dem Austausch auf Augenhöhe, Vernetzung und Platz für neue Handlungsoptionen stattfindet.

Das Programm mit den Einzelveranstaltungen finden Sie hier

25./26.10. – Schwerin – Symposium „Musik in Diktaturen“ im Rahmen des Festivals Verfemte Musik

Symposium im Rahmen des Festivals Verfemte Musik 2019 am 25. und 26. Oktober 10:00 – 15:45 Uhr
Ort: Akademie Schwerin, Tagungszentrum am Schloss, 19053 Schwerin, Mecklenburgstraße 59
Das Symposium widmet sich der Betrachtung von Lebensschicksalen von Komponist*innen, die der Verfolgung und Beschränkung im künstlerischen Schaffen ausgesetzt waren.
Musik beeinflusst. Sie kann politisch oder religiös nutzbar bzw. instrumentalisierbar sein. Dieser Zusammenhang soll erörtert werden, um dann an Beispielen aufzuzeigen, inwieweit dieses Phänomen im 20. Jahrhundert eine neue Qualität erreicht hat. Wie wurden die politischen Rahmenbedingungen verändert, um den Menschen und die Gesellschaft zu „formen“ und zu durchdringen? Totalitäre Herrschaftsformen gehen in ihren Zielstellungen und ihrem Anspruch auf Gestaltung nicht nur des Staates, sondern auch des Einzelnen weit über alle zuvor bekannten oder akzeptierten Grenzen hinaus. Bildende und darstellende Kunst, Musik und Literatur blieben davon nicht verschont. Ganze Stilrichtungen wurden ausgegrenzt und politische Meinungen von Künstler*innen unterdrückt.Die Frage, ob der Umgang mit Kunst und Kultur auf den taktischen Erwägungen von Propaganda beruht oder die logische Folge von totaler Herrschaft selbst ist, wird einen Kernpunkt des Symposiums bilden. In Form von Vorträgen wird das Thema von internationalen Referent*innen und Professor*innen analysiert und dargestellt.
Das 4. Schweriner Symposium ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Institut für Musikwissenschaft und Musikpädaogogik an der hmt Rostock, dem Zentrum für verfemte Musik, exil.arte Wien und der Akademie Schwerin e.V.Konzeption: Volker Ahmels und Prof. Dr. Yvonne Wasserloos
Das gesamte Programm des Festivals finden Sie unter: www.jemumv.de