Tag der Offenen Gesellschaft am 19. Juni 21 auf dem Schweriner Keplerplatz

„Was habe ich mit Demokratie zu tun?“ kann man im Schweriner Stadtteil „Großer Dreesch“, dem größten Plattenbaugebiet der Stadt oft hören, wenn z. B. wie am letzten Sonnabend von der Schweriner Gruppe der „Initiative Offene Gesellschaft“ danach gefragt wird. Denn erinnert werden muss immer wieder: Demokratie wird jeden Tag von uns selbst gemacht oder eben verhindert. Und jeder Austausch zwischen unterschiedlichen Menschen, Kulturen, Generationen und Identitäten fördert eine positive Debattenkultur im Kleinen und im Großen, anstatt nur dem Meckern und Abwerten das Feld zu überlassen.
Am 19. Juni, dem Tag der Offenen Gesellschaft trafen sich aus diesem Grund sieben Mitglieder der Schweriner Gruppe, die auch im Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin aktiv sind. Von „Die Platte lebt!“ e.V., „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“, „Wir sind Paten“, der „Diakonie Mecklenburg-Vorpommern“ und dem „Zukunft im Mueßer Holz-Treff (ZiMHT)“. Mit einem offenen Gesprächsangebot auf dem Keplerplatz sollten Menschen erreicht werden, die ihre wichtigsten Themen und Fragen aus ihrem Alltag formulieren und daraus eine gemeinsame Fragestellung fürs Zusammenleben ableiten.

Zwölf anwesende Jugendliche, Interessierte und Unterstützer fanden tatsächlich im Gespräch eine gemeinsame Fragestellung: Wie soll ich mir sicher sein, wann ich eine Maske trage, wenn es so verschiedene, unklare Regeln gibt?“ Nach einer Diskussion über die Frage, wer die Regeln warum macht, kam es nach der Diskussion zur Erkenntnis: Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Die Frage ob ich eine Maske trage, richtet sich auch danach, wie groß die Angst vor Ansteckung meines Gegenübers ist. Die Bedürfnisse des anderen zu berücksichtigen, kann ein moralischer Kompass sein und bringt mir und anderen gute Orientierung im Verhalten, war man sich einig. Weitere Themen die die Teilnehmer beschäftigten waren: das einander Zuhören, Fragen zur Wasserversorgung der Pflanzen auf dem Dreesch bei Trockenheit, kulturelle Angebote und die Frage, wer kann sich das leisten sowie das Thema der Gier.

Außerdem gab es für Kinder und Familien im Berta-Klingberg-Haus ein Bilderbuchkino nach Kirsten Boies Buch „Bestimmt wird alles gut“. Einig waren sich die Beteiligten, dass diese Art von Treffen weitergeführt werden sollten. Trotz der großen Hitze, waren sich alle einig, dass Gesprächsangebote der richtige Weg zum gegenseitigen Verständnis sind.

Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratieförderung

Auftaktveranstaltung am 8. Mai 2021 von 10:00 – 13:30 Uhr.
Die 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung präsentiert sich in diesem Jahr mit einem Programm von Online- und Präsenzveranstaltungen. Im Gegensatz zu früheren Konferenzen, finden diese nicht an einem Tag, sondern im Zeitraum von Mai bis September 2021 statt. Vorträge, Workshops und Beteiligungsformate sollen die Gelegenheit bieten, aktuelle Herausforderungen für das demokratische Zusammenleben zu besprechen, die durch Rechtsextremismus gestellt werden. Welche Antworten vor Ort können wirdarauf finden?

Programm der Auftaktveranstaltung (online):

  • Grußworte und Eröffnung
  • Vortrag der Politikwissenschaftlerin und Publizistin Katharina Nocun zum Thema

„Fake Facts – Warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen?“

Welche Faktoren spielen dabei auf psychologischer Ebene eine Rolle? Und wie diskutieren wir mit Menschen, die glauben, eine verborgene «Wahrheit» entdeckt zu haben? Die Politikwissenschaftlerin Katharina Nocun ist gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty genau diesen Fragen auf den Grund gegangen. In ihrem Buch «Fake Facts» beleuchten sie das verschwörungsideologische Milieu – von Rechtsextremismus bis hin zur Esoterik. Und sie finden dabei Antworten auf die Frage, warum Verschwörungsnarrative gerade in Zeiten der gegenwärtigen Krise derart anziehend auf Menschen wirken.

  • Virtuelle Austauschräume für die Teilnehmer*innen der Regionalkonferenz zur Diskussion und Vernetzung
  • Podiumsdiskussion zum Thema „Verschwörungsideologie und Rechtsextremismus in den Regionen“

An der Diskussion nehmen Expert*innen aus der Beratungsarbeit gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, aus der Lehrkräftequalifizierung, der Antisemitismusarbeit und aus der Kinder- und Jugendarbeit teil, u.a.:
Uta Hartwig (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein)
Torsten Nagel (Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, AWO LV SH)
Daniel Trepsdorf (Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg,  RAA M-V)

Anmeldung bis zum 05.05. unter: luebeck@rbt-sh.de 

Wie viel EU steckt in Schwerin? Online-Talk am 5. Mai 2021 von 10 – 11 Uhr

WIR fragen Oberbürgermeister Rico Badenschier, welche Projekte das in Schwerin betrifft, was bei ihrer Planung zu beachten ist und welche Gestaltungsspielräume die Stadt dabei hat und den ehemaligen Landespastor der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern Martin Scriba, welche konkreten Erfahrungen bei der Sanierung des Wichernsaals mit der EU-Förderung gemacht wurden.

Moderation: Roswitha Bley

Anmeldung unter der E-Mail: wir@erfolg-braucht-vielfalt.de Zugangsdaten werden per E-Mail zugesendet.
Die Veranstaltung wird im Live-Stream übertragen und die Aufzeichnung anschließend auf unserem YOUTUBE-Kanal und auf Facebook online gestellt.

15.-28. März 2021 Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 15.03. -28.03.2021 setzen die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ Zeichen für eine solidarische Gesellschaft und richten sich mit ihren Aktionen und Veranstaltungen gegen rassistische Diskriminierungen und Hetze. Auch in Mecklenburg-Vorpommern finden zahlreiche Workshops, Podcasts, Publikationen, Fotoaktionen und Fachtage verschiedener Akteure statt. Weiter Informationen dazu finden Sie im folgenden Programm.

Ausstellung „Abraham war Optimist“ in Schwerin

Seit dem 2.11.2020 wird am Bertha-Klingberg-Platz in Schwerin die Ausstellung „Abraham war Optimist“ der Fotografin Manuela Koska gezeigt. Mit der Ausstellung würdigt der Verein PRO SCHWERIN gemeinsam mit der Initiative WIR. Erfolg braucht Vielfalt und weiteren Partnern das Leben und Wirken des kürzlich verstorbenen Landesrabbiners William Wolff. Er war Unterstützer der WIR-Initiative und Ehrenbürger der Stadt Schwerin. Die Ausstellung gibt Einblick in sein Leben und in die religiöse Traditionen und die Spiritualität des Judentums.

Übergabe des WIR-Vielfaltspreises 2016 an Rabbi Wolff und Britta Wauer durch die damalige Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider2016 wurde das filmische Portrait „Rabbi Wolff“ der Regisseurin Britta Wauer im Rahmen des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern mit dem WIR-Vielfaltspreis ausgezeichnet. Die Übergabe (Foto) erfolgte durch die damalige Landtagspräsidentin Sylvia Bretscheider.  In dem preisgekrönten Film blickt Willy Wolff auf sein bewegtes Leben, erzählt von seiner Kindheit in Berlin und Amsterdam, von seiner Karriere als politischer Journalist in England und von seinem lebenslangen Wunsch, Rabbiner zu werden. Rabbi Wolff war ein besonderer Mensch, dem es gelang mit Humor und Fröhlichkeit Menschen miteinander zu verbinden. Auch in religiösen Fragen hatte er immer die Versöhnung im Blick. Durch sein Wirken haben viele Menschen Einblick in das Judentum in Mecklenburg-Vorpommern bekommen. Er mit Lebensfreude und Bescheidenheit die Menschen beeindruckt und den interreligiösen Dialog auf besondere Weise gefördert. Am 8. Juli 2020 ist er im Alter von 93 Jahren verstorben.

Idee der Ausstellung ist es die Wirklichkeit, den Geist, die Lebensfreude und die Ausstrahlung dieses besonderen Menschen für Schweriner und Besucher sichtbar und erlebbar zu machen.

Informationen zur Ausstellung finden Sie  hier   Abraham war Optimist

Tage der politischen Bildung MV

Seit dem 15. September – dem Tag der Demokratie – finden innerhalb der nächsten drei Wochen in ganz Mecklenburg-Vorpommern Veranstaltungen zur politischen Bildung statt. Zahlreiche Anbieter haben sich zusammgeschlossen, um konstruktiven Austausch anzubieten, Debatten anzustoßen, Kompetenzen für Engagement zu vermitteln und damit die Demokratie zu stärken. Unter der Leitfrage: Was hält die Gesellschaft zusammen? wurden landesweit rund 80 Veranstaltungen und Ausstellungen konzipiert.

Eröffnet wurden die Tage der politischen Bildung mit einer Straßenaktion am 15. September in der Schweriner Innenstadt. Dazu wurde in der Nacht ein großes Blowup Banner am Schweriner Schlossparkcenter befestigt. 
Am gemeinsamen Info-Stand und mit einem Demokratie-Alphabet auf dem Straßenpflaster konnten sich die Passanten über die politische Bildung und die demokratischen Grundwerte austauschen.

Das Veranstaltungsprogramm vom 15.09. -03.10. finden Sie unter: www.tage-politische-bildung.de
Die „Tage der politischen Bildung MV 2020“ stehen unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Landtages MV Birgit Hesse.
WIR danken dem Nahverkehr Schwerin und dem Schweriner Schlosspark-Center für die Unterstützung!