Symposium im Rahmen des Festivals Verfemte Musik 2019 am 25. und 26. Oktober 10:00 – 15:45 Uhr
Ort: Akademie Schwerin, Tagungszentrum am Schloss, 19053 Schwerin, Mecklenburgstraße 59

Das Symposium widmet sich der Betrachtung von Lebensschicksalen von Komponist*innen, die der Verfolgung und Beschränkung im künstlerischen Schaffen ausgesetzt waren.

Musik beeinflusst. Sie kann politisch oder religiös nutzbar bzw. instrumentalisierbar sein. Dieser Zusammenhang soll erörtert werden, um dann an Beispielen aufzuzeigen, inwieweit dieses Phänomen im 20. Jahrhundert eine neue Qualität erreicht hat. Wie wurden die politischen Rahmenbedingungen verändert, um den Menschen und die Gesellschaft zu „formen“ und zu durchdringen? Totalitäre Herrschaftsformen gehen in ihren Zielstellungen und ihrem Anspruch auf Gestaltung nicht nur des Staates, sondern auch des Einzelnen weit über alle zuvor bekannten oder akzeptierten Grenzen hinaus. Bildende und darstellende Kunst, Musik und Literatur blieben davon nicht verschont. Ganze Stilrichtungen wurden ausgegrenzt und politische Meinungen von Künstler*innen unterdrückt.

Die Frage, ob der Umgang mit Kunst und Kultur auf den taktischen Erwägungen von Propaganda beruht oder die logische Folge von totaler Herrschaft selbst ist, wird einen Kernpunkt des Symposiums bilden. In Form von Vorträgen wird das Thema von internationalen Referent*innen und Professor*innen analysiert und dargestellt.
Das 4. Schweriner Symposium ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Institut für Musikwissenschaft und Musikpädaogogik an der hmt Rostock, dem Zentrum für verfemte Musik, exil.arte Wien und der Akademie Schwerin e.V.

Konzeption: Volker Ahmels und Prof. Dr. Yvonne Wasserloos
Das gesamte Programm des Festivals finden Sie unter: www.jemumv.de