WIR-Vielfaltspreis 2026 geht an „Garten der Hoffnung“ von Dieter Schumann

Beim 35. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern wurde am 5. Mai der 13. WIR-Vielfaltspreis vergeben. Ausgezeichnet wurde Dieter Schumanns Dokumentarfilm „Garten der Hoffnung“, der das Festival in diesem Jahr auch eröffnete. Die Preisverleihung erfolgte durch Landtagspräsidentin und Schirmherrin der WIR-Initiative Birgit Hesse.

„Hoffnung ist nichts, was garantiert ist. Aber sie ist etwas, das wir weitertragen können. Wie die Samen einer Pusteblume.”
Birgit Hesse

Moderatorin Thelma Buabeng im Gespräch mit WIR-Schirmherrin Birgit Hesse.

„Garten der Hoffnung” porträtiert das Zusammenleben in der Schweriner Plattenbausiedlung Großer Dreesch. Im Mittelpunkt steht ein Nachbarschaftsgarten, der aus einem Stück Brachland zu einem Ort der Begegnung geworden ist. Filmemacher Dieter Schumann hat die Menschen dort ein Jahr lang begleitet: Alleinstehende, Familien, Menschen mit und ohne Migrationserfahrungen. Der Film zeigt, wie Gemeinschaft entsteht, ohne das Ergebnis zu beschönigen. Die Zukunft des Gartens ist ungewiss, die Förderung läuft aus. Und dennoch machen alle weiter.

Die ukrainische Künstlerin Kateryna Kotenko beschreibt den Nachbarschaftsgarten als ihre „kleine Rettung“.

Die WIR-Initiatorinnen und Initiatoren begründeten ihre Entscheidung mit den Worten: „Geduld und Zeit brauchen nicht nur Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen, sondern sind auch notwendig für das Wachsen von Gemeinschaft.” Der Film mache sichtbar, was Vielfalt im Alltag bedeutet: kein fertiger Zustand, sondern ein Prozess, der täglich neu entsteht.

Der WIR- Vielfaltspreis

Seit 2012 werden Filmschaffende für künstlerische Filmproduktionen ausgezeichnet, die sich mit Vielfalt, Teilhabe und gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen und diese kontrovers verhandeln.

Übergeben wird der Vielfaltspreis von der Landtagspräsidentin Mecklenburg-Vorpommern und weiteren Mitgliedern des WIR-Bündnisses im Rahmen des jährlich stattfindenden Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern. Der Preis wird jährlich durch Spenden verschiedener Verbände und Privatpersonen ermöglicht.

Er beinhaltet ein Preisgeld von 1.000 Euro sowie eine Vielfalts-Skulptur des Künstlers Nando Kallweit. Diese besteht aus verschiedenen Materialien und symbolisiert die gesellschaftliche und menschliche Vielfalt.