Auch dieses Jahr war das Festival für laute Demokratie in Jamel ausverkauft.

Sie haben sicher schon davon gehört, dass alljährlich in einem kleinen Dorf westlich von Wismar der Förster gerockt wird? Dieses „Wir-rocken-für-unsere-Demokratie-Festival“ wird ehrenamtlich von Birgit und Horst Lohmeyer sowie vielen freiwilligen Helfern organisiert. Keine Überraschung, dass „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ gemeinsam mit vielen anderen Haupt- und Ehrenamtlern dabei waren!  Gemeinsam informierten sie die Forstrock-Gäste über Bürgerbeteiligung und sowie über die Arbeit: In unserem Fall über das WIR-Bündnis für ein weltoffenes M-V sowie über Gefahren (und ihre Abwehr) verlockend einfacher Problemlösungen.

Erstmals gab es auf dem Info-Markt, der auch in diesem Jahr wieder gewachsen ist, hübsche und vor allem nachhaltig gebaute Hütten aus recycelten Materialien, erdacht und geplant von Studenten der Hochschule Wismar.

Die Ministerpräsidentin und Schirmherrin des Festivals Manuela Schwesig, kam ebenfalls nach Jamel und sprach mit vielen Besuchern des Festivals. Auch Vertreter anderer Parteien und Verbände hatten sich unter das Publikum gemischt. So gab es neben ein paar Regenschauern viele gute Gespräche und eine sehr vielfältig zusammengestellte Musik.

Und die hatte es wieder mal in sich. Für die jüngere Zuhörerschaft hießen die Stars Bosse, Marteria & Casper, „Tequila and the Sunrise Gang“ und die sehr populäre Rostocker Band „Dritte Wahl“. Besondere Beachtung fand der Auftritt der Band „Muff Potter“, die sich vor zehn Jahren auflöste und anlässlich des Forstrocks in Originalformation ihre Wiedervereinigung auf der Bühne feierten. Außerdem mit dabei „Kettcar“ und die „Antilopen Gang“. Für die Zuhörerschaft, die nicht regelmäßig auf den Festivalbühnen zu hause ist und bei einigen Live-Acts kurz zögerte, ob sie die diese überhaupt kennt, war sicher der Bundesbarde Herbert Grönemeyer der größte Name. Übrigens beließ es „Herbie“ nicht bei Musik, sondern sprach meinungsstark Klartext und schaffte es so bis in die Tagesthemen.

Das Festival wird mit öffentlichen Mitteln und aus Spendengeldern finanziert. Die Künstler verzichten auf  ihre Gagen. Nichts desto trotz kostet so ein Festival Geld. Auch die Initiative WIR unterstützt das Festival seit vielen Jahren aus Mittel der DEMOKRATIEAKTIE.

Text: Beluga Post